Glossar

Nichts hindert guten Service mehr, als "Fachchinesisch", aber ohne geht es doch nicht immer. Deshalb möchten wir Ihnen in unserem Glossar die wichtigsten Begriffe schnell und einfach erklären.

Klicken Sie im folgenden Alphabet auf den Buchstaben mit dem Ihr gesuchter Begriff beginnt.

A

Anlagenaufwandszahl

Beschreibt die Effizienz der Anlagentechnik wie Heizung und Warmwassererzeugung. Darin sind alle Verluste von der Erzeugung bis zur Abgabe enthalten. Je höher der Wirkungsgrad eines Energiesystems, desto niedriger die Anlagenaufwandszahl.

B

Bims

Bims (auch: Bimsstein) ist ein poröses glasiges Vulkangestein, dessen Dichte wegen der Poren kleiner als die von Wasser ist. Seine Farbe kann stark variieren; Bims aus basaltischer Lava mit großen Blasen ist nahezu schwarz und wird Gesteinsschaum genannt, mit zunehmendem Luftgehalt und abnehmender Blasengröße wird die Farbe heller, so dass auch nahezu weißer Bims möglich ist (etwa im Norden von Lipari oder auch auf Stromboli), sowie sämtliche Zwischentöne (etwa Gelb-Grau). In den Poren können (auch bunte) Einlagerungen wie Vulkanglas und Kristalle vorkommen.

Blower-Door-Test

Mit dem Blower-Door-Test wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen. Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert. Das Ziel eines jeden Bauvorhaben sollte es sein, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und die dafür eingesetzte Energie zu minimieren. Dazu ist es notwendig, eine relativ luftdichte Außenhülle an jedem Gebäude zu schaffen.

E

EnEV (Energieeinsparverordnung)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Baurechts. In ihr werden vom Verordnungsgeber auf der rechtlichen Grundlage der Ermächtigung durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch ihres Gebäudes oder Bauprojektes vorgeschrieben. Sie gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude.

G

Grundsteinlegung

Die Grundsteinlegung ist der oft festlich gefeierte Baubeginn eines Bauwerks. Oftmals wird ein besonderer Grundstein mitverwendet. Diese Grundsteine sind manchmal hohl und werden mit Zeitzeugnissen wie aktuellen Tageszeitungen und weiteren symbolischen Gegenständen gefüllt. Dies nennt man auch Legung einer Zeitkapsel. Grundsteine tragen auch oft Inschriften.

H

Hohlblock
Hohlblockstein

Als Hohlblockstein (kurz Hohlblock) bezeichnet man großformatige Bausteine zum Mauern aus Beton oder Leichtbeton mit Luftkammern senkrecht zur Lagerfläche. Diese Luftkammern verbessern die Wärmedämmung der Steine. Die Luftkammern bei Betonsteinen sind meist rechteckig. Die Luftkammern sind an der Oberseite geschlossen, damit der die Steine verbindende Mörtel nicht durchfällt. An der Unterseite sind die Luftkammern offen, so dass der Mörtel beim Aufsetzen etwas in die Kammern eindringt.

J

Jahres-Primärenergiebedarf

Wichtigster Grenzwert der EnEV. Er stellt das Ergebnis einer ganzheitlichen Berechnung über den energetischen Standard von Gebäudehüllen und Anlagentechnik dar.

Jahresendenergiebedarf

Energiemenge, die für ein Gebäude unter genormten Bedingungen für dessen Beheizung und Warmwasserversorgung aufgewendet werden muss. Dabei entsprechen 10 kWh Endenergie ca. 1 l Heizöl oder 1 m3 Erdgas.

Jahresheizwärmebedarf

Rechnerisch ermittelter Heizwärmebedarf, der zur Aufrechterhaltung einer bestimmten mittleren Raumtemperatur benötigt wird. Diesen Wert bezeichnet man auch als Netto-Heizenergiebedarf.

K

Kapillarität

Kapillarität oder Kapillareffekt (lat. capillaris, das Haar betreffend) ist das Verhalten von Flüssigkeiten, das sie bei Kontakt mit Kapillaren, z. B. engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen, in Feststoffen zeigen.

KfW-Effizienzhaus 40 (EnEV 2009)

Der Jahres-Primärenergiebedarf darf maximal 40 % und der Transmissionswärmeverlust darf maximal 55 % der nach EnEV 2009 zulässigen Werte erreichen. Dies ist momentan der Förderstandard mit den höchsten Anforderungen. Der Tilgungszuschuss beträgt für Neubauten aktuell 10 % der Darlehenssumme.

N

Naturbims

siehe Bims

T

Transmissionswärmeverlust

Er stellt die Wärmeverluste der Gebäudehülle dar. Da H´T auf 1 m2 wärmeübertragende Hüllfläche bezogen wird, kann er auch in etwa als Durchschnitts-U-Wert bezeichnet werden.

Trockenschüttung

Zur Wärme- und Schalldämmung von Gebäudeteilen verwendete Trockenschüttungen werden vorwiegend in Holzbalkendecken, unter Estrichplatten und für das Verfüllen schwer zugänglicher Hohlräume eingesetzt. Sie werden lose geschüttet oder verdichtet, bei nicht begehbaren Dachböden werden sie auch als freiliegender Dämmstoff zwischen Bindern und Balken eingesetzt. Ausgleichsschüttungen können unebene Rohfußböden und alte Dielenböden nivellieren und dämmen. Druckbelastbare Schüttungen dienen als Unterlage für Trockenestriche.

U

U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der Wärmedurchgangskoeffizient U (auch Wärmedämmwert, U-Wert, früher k-Wert) ist ein Maß für den Wärmestromdurchgang durch eine ein- oder mehrlagige Materialschicht, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen anliegen. Er gibt die Leistung (also die Energiemenge pro Zeiteinheit) an, die durch eine Fläche von 1 m2 fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen stationär um 1 K unterscheiden. Seine SI-Maßeinheit ist daher W/(m2·K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).

W

W3G Qualität (Klassifizierung)

W3G ist das Klassifizierungskürzel nach der neuesten Europäischen Norm und bedeutet die Kombination von Rußbrandbeständigkeit und Feuchteunempfindlichkeit. Bei der effizienten Verbrennung von Festbrennstoffen kommt es aufgrund der niedrigen Abgastemperaturen zu Kondensatbildung. Die Abgasanlage muss also sowohl rußbrandbeständig als auch feuchteunempfindlich sein. Dieser Anspruch ist in dem Kürzel „W3G“ verschlüsselt und Ihrem Schornsteinfeger bekannt.

WDVS (Wärmedämmverbundsystem)

Ein Wärmedämmverbundsystem (abgekürzt WDVS) ist ein System zum außenseitigen Dämmen von Gebäudeaußenwänden. Man bezeichnet die gesamte Fassade des Gebäudes auch als Wärmedämmverbundfassade. Umgangssprachlich werden auch die Bezeichnungen Thermohaut und Vollwärmeschutz verwendet.

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